2017

Kann man Gaffer eigentlich noch schocken? (Stern TV)

Ein Unfall, viele Passanten und kaum Hilfe: Immer wieder kommen Gaffer in die Schlagzeilen, weil sie lieber Verletzte filmen als ihre Hilfe anzubieten – und so sogar Rettungskräfte bei ihren Einsätzen behindern. Das entstandene Bildmaterial wird dann in sozialen Netzwerken hochgeladen, nach dem Motto: Schaut mal, was ich gesehen habe. Kaum ein filmender Gaffer reflektiert, dass dieses Verhalten nicht nur respektlos und entwürdigend gegenüber den Unfallopfern und anderen Beteiligten ist, sondern auch klar gegen deren Persönlichkeitsrechte verstößt! „Wenn ich mir vorstelle, dass Fotos oder Videos von dem Unfall in den sozialen Medien hochgeladen wurden, dann kann ich nur sagen: Zum Kotzen. das Gefühl ist richtig mies und macht mich traurig“, sagt Marius Schmitz. Doch nicht nur die emotionale und die Persönlichkeitsverletzung der Unfallbeteiligten und Opfer ist ein Problem. Durch Gaffer entstehen auch Staus auf der Gegenfahrbahn, für die Hilfsfahrzeuge ist kein Durchkommen durch die Rettungsgasse, es bilden sich Trauben von Menschen um die Opfer – Unfallgaffer erschweren die Rettungs- und Bergungsmaßnahmen durch Hilfskräfte oftmals massiv. Sie sind immer dann da, wenn Menschen in Gefahr sind: Gaffer, die Unfälle oder andere Unglücke mit ihren Handys filmen und Rettungskräfte bei ihrer Arbeit behindern. Wir haben diese Menschen mit ihrem Tun einmal knallhart konfrontiert.